Archiv älterer Meldungen aus dem ASB Kreisverband Göttingen-Land
Archiv. Hier finden Sie ältere Mel­dun­gen aus dem ASB Kreis­ver­band Göttingen-Land.

 


Hann. Münden. [08.11.2010] Verstärkung für die SEG: Mit­glieds­beiträge ermöglichen Anschaffung eines KTWs für das Ehrenamt.  

 

Die Schnell-Einsatz-Gruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes wächst immer weiter. Als neuestes Mitglied in ihrem Fuhrpark stellt die SEG einen Krankentransportwagen, kurz KTW,  vor.

Jüngstes Mitglied der SEG 
Hann. Münden: KTW 


Dieser KTW verfügt über eine umfangreiche medizinische und technische Ausstattung. Neben einem Notfallrucksack, Schienungsmaterialien, Schaufeltrage, Vakuummatratze und Sauerstoffapplikationsmöglichkeiten, verfügt das Fahrzeug über einen automatischen externen Defibrillator (AED) und ein Pulsoximeter zur Kontrolle des Pulses und der Überwachung der Blut-Sauerstoff-Konzentration.
Der AED dient zur Unterstützung bei  der Durchführung einer Reanimation im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes. Dieses Gerät erkennt selbstständig ein sogenanntes Kammerflimmern (lebensbedrohliche pulslose Herzrhythmusstörung) und kann dieses durch eine gezielte Defibrillation durchbrechen, um damit die Überlebenschancen des Patienten erheblich zu verbessern.
Das Einsatzgebiet des KTWs ist sehr vielfältig. Er wird im Rahmen von Sanitätsdiensten, aber auch   im Falle einer Überlastung des regulären Rettungsdienstes als zusätzliches Rettungsmittel eingesetzt. Im Rahmen von Großschadensfällen und bei einem Massenanfall von Verletzten dient der Krankentransportwagen als Einsatzfahrzeug.
Somit verfügen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des ASB über ein weiteres vielfältig einsetzbares und gut ausgestattetes Fahrzeug.
Finanziert wird der KTW über Mitgliedsbeträge des ASB.


 

Göttingen. [08.06.2010] ASB im Einsatz bei Bombenentschärfung mit tragischem Ausgang.

Es sollte am vergangenen Dienstag ein Evakuierungseinsatz werden, wie andere zuvor, als bei den Bauarbeiten für die neue Sportanlage auf dem Göttinger Schützenplatz der zweite Blind­gän­ger aus dem letzten Weltkrieg gefunden wurde.
Gegen 17 Uhr erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte. Aufgaben und Umfang des Einsatzes waren für die insgesamt 32 Sanitäterinnen und Sanitätern des Arbeiter-Samariter-Bundes aus den Gliederungen Göttingen-Land und Göttingen-Stadt vorhersehbar. Schließlich hatten sie erst eine halbe Woche zuvor gemeinsam mit den Kräften anderer Organisationen bei der größten Räumung der Stadtgeschichte exakt das gleiche Gebiet vorübergehend ausgesiedelt.

Etwa 7000 Einwohner/innen würden erneut ihre Wohnungen verlassen müssen. Zwischen 500 und 1000 zu Betreuende konnte man erfahrungsgemäß in einer der zwei Sammelstellen er­war­ten, die vom ASB wiederum in der Sporthalle der Max-Plack-Schule - etwa 1,5 Kilometer Luft­li­nie vom Ort des Geschehens - eingerichtet werden würde. Die Einsatzkräfte waren trainiert und vorbereitet.

Doch gegen 21:36 Uhr änderte sich die erwartete Lage schlagartig.
Abschnittsleiter der ASB-Sammelstelle Marco Woltermann vom Ortsverband Göttingen-Stadt er­in­nert sich: „Ich stand gerade vorm Eingang der Halle, da gab es einen dumpfen Knall, dann eine Druckwelle und mir schoss durch den Kopf: Jetzt ist die Bombe explodiert.“ Sein Kollege und Ein­satz­lei­ter der ASB-Komponente aus Göttingen-Land erzählt: „Ich dachte, das hat bestimmt nichts mit der Bombe zu tun. Eigentlich hört man doch von solchen Einsätzen nie, das so was passiert.“
Zu diesem Zeitpunkt war die Evakuierung des betroffenen Gebietes noch nicht abgeschlossen. Auf dem Schützenplatz liefen die Vorarbeiten zur Entschärfung. Erst etwa 120 Personen be­fan­den sich in der Betreuungsstelle.

Nach einer Weile der Unbestimmtheit wurde es dann zur Gewissheit: Der Blindgänger war de­to­niert.

Innerhalb von nur fünf Minuten waren die Einsatzkräfte vom ASB Göttingen-Land am Unfallort. Maletz entsinnt sich: „Es roch verbrannt.“ Zwei Löschzüge der Feuerwehr und eine Menge Ret­tungs­wa­gen seien bereits vor Ort gewesen. Der Platz war ausgeleuchtet. Die Opferzahlen, drei Todesfälle sowie zwei Schwerverletzte, waren schon bekannt.
„Meine Kollegen versorgten im Rettungswagen die beiden Verletzten mit, während wir anderen uns um die unverletzten Betroffenen kümmerten“, weiß er.
Alle Betroffenen und auch die Einsatzkräfte mussten das Geschehen erst einmal begreifen.

Nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz am Schützenplatz beendet. Die Helferinnen und Helfer wurden in der Sammelstelle im Max-Planck-Gymnasium versammelt, um über die Ge­scheh­nis­se zu reden. Es folgte eine Stunde Pause, in der sich die Einsatzkräfte wieder auf die be­vor­steh­en­den Aufgaben einstellen konnten. „Dann haben wir mit der Rückführung der Evakuierten begonnen.“

In den nächsten Wochen und Monaten erfolge eine Nachbereitung, damit alle Einsatzkräfte die Ereignisse verarbeiten könnten, so Maletz noch unter dem Eindruck des Erlebten.

 


 

Friedland 29.05.2010: Neue Ret­tungs­wache mit einem Tag der of­fe­nen Tür eingeweiht!
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Die Feierlichkeiten begannen um 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen mit einem Sektempfang für die geladenen Gäste
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Nach der Begrüßung durch den Kreisverbandsvorsitzenden Dr. Oliver Jürgens, gab Erich John (Geschäftsführer des ASB KV Göttingen-Land) einen kurzen Überblick über die Chronologie des Ablaufes von der Planung bis zur Fertigstellung des Neubaus, und dessen Notwendigkeit.
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Anschließend bekräftigte der Friedländer Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs die Wichtigkeit des Standortes Friedland, und hob das große Vertrauen der Bevölkerung in die Arbeit und Kompetenz der ASB-Mitarbeiter hervor.
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Der ärztliche Leiter Rettungsdienst des ZARI (Zentrum Anästhesie und Rettungsmedizin der Uni Göttingen) Dr. Markus Roessler, lobte ebenfalls die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit mit dem Friedländer Rettungsteam.
Weitere Grußbotschaften überbrachten; Herr Joachim Lüther (Ortsbürgermeister Friedland und Polizeivertreter), Herr Klaus Wosnitza (Landkreis Göttingen), Herr Heiko Wiegmann (Gemeindebrandmeister), Herr Hartmut Göbel (Ortsbrandmeister), so wie Herr Manfred Püster (Stellv. ASB Landesvorsitzender).
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Später hatten Offizielle und Bevölkerung die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten und die Fahrzeuge zu besichtigen.
Neben der Rettungswache stellte auch das Team der ambulanten Pflege, und die SEG ihre Arbeit vor.
Ein Highlight der Veranstaltung waren die Vorführungen der Rettungshundestaffel des ASB.
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Zwischendurch konnten Hunger und Durst mit Bratwurst, Pommes, Kuchen, selbstgebackenen Waffeln und diversen Getränken gestillt werden, während die kleinen Besucher sich auf einer Hüpfburg austobten.

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Bis etwa 17 Uhr standen die Samariter ihren Gästen Rede und Antwort. Nach dem Abbau gegen 18 Uhr konnte nur ein Fazit gezogen werden...

 

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Ein erfolgreicher Tag!

 

   


Hann. Münden. (05.11.09) Wi­der­stand gegen kürzeren Zi­vil­dienst Lutterberg.

Hilfsorganisationen kritisieren Pläne der Bundesregierung
 
Kreis Göttingen. Der Plan der schwarz-gelben Regierungskoalition in Berlin, ab 2011 den Wehr- und Zivildienst von neun auf sechs Monate zu verringern, stößt bei Hilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und Krankenhäusern im Landkreis Göttingen auf Kritik.
"Das Einsatzgebiet für die jungen Leute wird dadurch weiter eingeschränkt", meint Nils Borcherding, Assistent der Geschäftsführung beim Kreisverband Göttingen-Land des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Schon jetzt, bei den neun Monaten, stünden die Zivis, wie sie auch genannt werden, durch Lehrgänge (zum Rettungshelfer) sowie Urlaub etwa zwei Monate nicht zur Verfügung. Dennoch will der ASB-Kreisverband, der vier Zivis beschäftigt, an den jungen Leuten festhalten, "weil wir deren Unterstützung benötigen". Eingesetzt werden sie zum Beispiel beim Krankentransport und beim Hausnotruf. Sollte Berlin den Zivildienst verkürzen, werde sich das ASB allerdings Alternativen suchen, etwa zusätzlich junge Leute im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) einzustellen.
Das Deutsche Rote Kreuz im Landkreis tut das schon lange. Schon bei den neun Monaten Zivildienst habe sich gezeigt, dass die Anlernzeit zu kurz sei, sagt Jutta Hartmann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim. Deshalb setze das DRK junge Leute im FSJ ein, vorwiegend in der Kurzzeitpflege. Regina Schatte, im Evangelischen Vereinskrankenhaus (VKH) in Hann. Münden für Zivildienstleistende verantwortlich, hält es für falsch, die Zeit um drei Monate zu verkürzen. Das VKH beschäftigt drei Zivis in der Pflege, in der Haustechnik und dem Hol- und Bringdienst.
Heino Wolf, der beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen den Zivildienst leitet, sieht folgendes Problem: Bei der Betreuung von Menschen sei Kontinuität nötig, die bei einem ständigen Wechsel der Zivildienstleistenden nicht mehr gewährleistet sei.

Text. HNA 05.11.09


 

[30.09.09] Alte Schule in Lutterberg wird zur neuen Ta­ges­hei­mat für Senioren.

In den komplett renovierten und an die Bedürfnisse der neuen „Bewohner/innen“ angepassten Räum­lich­kei­ten der alten Schule in Lutterberg im Landkreis Göttingen, finden ab sofort 15 Se­nio­rin­nen und Senioren tagsüber ein neues Zuhause.

ASB Tagespflege in Lutterberg

Am vergangenen Sonnabend, der seinem Namen alle Ehre machte, wurde die neue Tagespflege des ASB Kreisverbandes Göttingen-Land im Rahmen einer Feierstunde und einem anschließenden Tag der offenen Tür festlich eingeweiht.


ASB Tagespflege in Lutterberg
ASB- und politische Prominenz mit dem Team der neuen ASB Tagespflege in Lutterberg: Tagespflegeteam (vorne links), Hinten (v.l.n.r.) Andre Geyer (ASB Landesvorsitzender), Gemeindebürgermeister Volker Zimmermann, Dr. Oliver Jürgens (Kreisverbandsvorsitzender), Ronald Schminke (Landtagsabgeordneter), Ortsbürgermeister Wolfgang Scheidemann, Kreisgeschäftsführer Erich John, Manfred Püster (Stellv. ASB Landesvorsitzender), Tülay Ikan-Meier (Leiterin der neuen Tagespflege), Hans-Dieter Wollborn (ASB Landesgeschäftsführer) und Michael Bartling (Stellv. ASB Landesgeschäftsführer)

 

Kreisgeschäftsführer Erich John bedankte sich in seiner Eröffnungsrede herzlich bei allen Be­tei­lig­ten, die zur Fertigstellung der neuen Einrichtung tatkräftig beigetragen hatten.

Diesem Dank schloss sich auch Andre Geyer, ASB Landesvorsitzender, an und freute sich: „Mit der heutigen Eröffnung der 13. landesweiten ASB-Tagespflege ist der Arbeiter-Samariter-Bund in Niedersachen zum Marktführer auf diesem Gebiet geworden.“

Genauso wie Gemeindebürgermeister Volker Zimmermann und Landtagsabgeordneter Ronald Schminke, die ebenfalls Grußworte überbrachten, hob er die günstige Lage der neuen Einrichtung in Lutterberg hervor. Durch die direkte Nachbarschaft zur örtlichen Turnhalle, der Freiwilligen Feuerwehr sowie dem ASB Kindergarten und die Einrichtung einer Beratungsstelle für Ambulante Pflege im gleichen Gebäude, sei einmal mehr ein Sozialzentrum für die ansässigen Bürgerinnen und Bürger entstanden, ein zukunftsweisendes Kompetenzzentrum.

ASB Kreisverbandsvorsitzender Dr. Oliver Jürgens bedankte sich schließlich für die guten Wün­sche und lud alle Anwesenden nicht nur zu dem vielfältigen Finger-Food-Buffet sondern auch zu Füh­run­gen durch die neue Einrichtung ein, um sich – begleitet von Jazz-Live-Music - einen per­sön­lich­en Eindruck von den umgestalteten Räumlichkeiten zu machen.

Fließend ging das Programm am Nachmittag dann in einen Tag der offnen Tür für die Bevölkerung über, der zu besonderen Freude der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut angenommen wurde.


 

Lutterberg. KiGa beteiligt sich an Musikprojekt! Hann. Münden.

ASB-Einrichtung Lutterberg beteiligt sich an neuem Musikprojekt des Landkreises

Klingender Kindergarten in Lutterberg.

 

Klingender Kindergarten: Kulturdezernent Franz Wu­cher­pfen­nig, Fach­lehr­kraft Gabriele Alt­mep­pen, Sabine Gott­schalk, Michael Kühlewindt von der Spar­kas­se und Kindergartenleiterin Martina Kupke zusammen mit den 16 Kindern der Musikgruppe.
Foto: Huck

 

 

 

Lutterberg. Klangstäbe, Triangeln, Rohrrasseln, Kastagnetten und Schellenkränze: Der ASB Kin­der­gar­ten Lutterberg ist seit gestern um einen großen Satz an Musikinstrumenten reicher.

Die Sparkasse Münden finanzierte und überreichte den Kindern das Set Percussioninstrumente für das neue Konzept "Klingender Kindergarten" - ein Musik-Programm des Landes Nie­der­sach­sen für Kindergärten und Kindertagesstätten, umgesetzt durch die Musikschule des Landes Nie­der­sach­sen.

Ziel des Musikschulangebotes ist es, allen Kindern unabhängig von ihrem sozialen Status einen Zugang zur Musik zu ermöglichen. Der monatliche Beitrag, den die Eltern dafür leisten müssen, liegt bei 2,50 Euro, erläutern die Organisatoren.

Dabei sollen Bildungsaufgaben wie Bewegungs- und Sprachförderung sowie die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf unterstützt werden. Die Kinder sollen durch einfache Mittel einen bleibenden Zugang zur Musik bekommen, durch Singen, Tanzen und Musizieren. Themen auf Alltag abgestimmt "Die Unterrichtsthemen des Musikalisierungsprogramms und der Kin­der­gar­ten­all­tag sind aufeinander abgestimmt und sollen sich ergänzen", erläutert Fachlehrkraft Gabriele Altmeppen, die 14-tägig zu je 45 Minuten zwei Gruppen in altersabgestimmten Un­ter­richts­ein­hei­ten an die Musik heranführen will.

Auch der soziale Umgang miteinander soll durch das Projekt gefördert werden. Lieder und Be­we­gun­gen, die die Kinder während der Unterrichtseinheiten lernen, sollen sie mit in die Gruppen neh­men und dort auch an die Kindern, die nicht an dem Projekt teilnehmen, weitergeben. "Wir sind ein Bewegungskindergarten und Musik ist schon lange ein Thema bei uns", sagt Kin­der­gar­ten­lei­te­rin Martina Kupke. Das soll jetzt aber noch intensiviert werden: "Neben Sport und Be­we­gung wird Musik künftig einer der Schwerpunkte in unserem Kindergarten sein."

Gestern lernten die Kinder Gabriele Altmeppen kennen und sangen gemeinsam erste Lieder. Michael Kühlewindt und Gabriele Schuster von der Sparkasse Münden überreichten anschließend die neuen Musikinstrumente im Beisein von Kulturdezernent Franz Wucherpfennig und Sabine Gottschalk von der Musikschule für den Landkreis Göttingen.

Text:HNA (zwh)



[19.01.09] ASB und THW trainierten im Hochbad in Hann. Münden die Rettung aus dem Eis.

 

Mit seinen Händen schlägt der junge Mann immer wieder auf das armdicke Eis. "Hilfe, helfen Sie mir!", ruft er über das Schwimmbadgelände. In der eisigen Luft wird sein Atem zu kleinen Ne­bel­wölkchen. Aus eigener Kraft kann sich Nils Winkelmann nicht aus einem Eisloch befreien. Doch seine Retter nahen, sie robben auf einem Schlauchboot heran.


Es sah täuschend echt aus, als das Technische Hilfwerk Münden und der ASB Kreisverband Göt­tin­gen-Land am Mittwochabend für den Notfall trainierten. Katastrophenschutz und Ret­tungs­dienst arbeiten bei der Eisrettung zusammen. Der strenge Winter bietet optimale Bedingungen, um den Nachwuchs darin zu schulen.

Schnelle Reaktion ist wichtig

Das Thermometer im Hann. Mündener Hochbad zeigt minus drei Grad an. Im Wasser ist es nicht viel wärmer. Nils Winkelmann friert, er strampelt wild. THW-Einsatzleiter Mike Dettmar muss schnell reagieren. Bei der Kälte kann sich der Eingebrochene nicht lange am Eis festhalten. Rasch wird die Mannschaft eingeteilt. Die THW-Mitarbeiter Carsten Oelighoff und Daniel Richter schieben ihr Gummiboot samt Rettungsleitern stoßweise über das Eis.

Obwohl das Schwimmbadwasser bis zu 20 Zentimeter dick gefroren ist, müssen die Retter auf ihre eigene Sicherheit achten. Nicht überall ist die Eisschicht gleich stark, der Schnee verdeckt mögliche Risse. Thomas Grömm, Tauchereinsatzleiter beim THW, hat es schon erlebt, dass sich seine Kollegen bei einer Bergung aus einem vereisten Fluss selbst in Gefahr brachten.

Einer seiner Taucher bekam unter dem Eis plötzlich Panik. Grömm musste ich ihn nach oben holen. "Wir Taucher kennen die Situation, du bis unter dickem Eis, es ist stockfinster und du weißt, du kommst da nicht hoch. Solche Rettungen sind reine Nervensache", beschreibt der er­fahrene Retter die Einsatzsituation.

Üben ohne zuviel Risko

Einem solchen Risiko müssen sich Carsten Oelighoff und Daniel Richter nicht aussetzen. Bei ihrer Übung im Schwimmbad lassen sich die Gefahren minimieren. Als sie das Eisloch erreichen, schie­ben sie den Rand ihres Bootes soweit nach vorne, dass sich Unfall-Statist Nils Winkelmann daran festhalten kann. Er wird aus dem kalten Wasser gezogen.

"Solche Rettungen sind reine Nervensache", so Thomas Grömm vom THW

Am Beckenrand übernehmen die Kollegen vom ASB.
Die THW-Retter hieven den blonden Mann in sei­nem triefenden Taucheranzug auf den Schleif­korb - eine Art Trage. Auf diesem wird er an den Beckenrand geschleppt. Ab dort über­neh­men die Kolle­gen vom Arbeiter-Samariter-Bund.

Die Rettungsassistenten decken den ver­meint­lich unterkühlten Körper mit einer Decke zu. Damit das Unfallopfer nicht panisch oder bewusstlos wird, spricht ASB-Mann Peter Schuhn permanent mit ihm. Auf keinen Fall dürfen sie den Verunglückten zu viel be­we­gen. Dadurch könnte das kalte Blut von den Extremitäten in den Körperkern fließen. Ein Herz­stillstand wäre die Folge.

Vorsichtig legen sie Nils Winkelmann, der selbst beim THW aktiv ist, auf die Ret­tungs­tra­ge. Der warme Krankenwagen steht für ihn bereit. Die Wärme braucht er auch tatsächlich, denn eisiges Schwimmbadwasser ist aus Versehen in seinen Trockenanzug gelaufen.



Sorgsam kümmern sich Peter Schuhn, Catharina
Dannhauer und Christian Bischoff (v.l.n.r.) um
den Verunglückten.


Spaß hat ihm die Übung dennoch gemacht. Die Opferrolle zieht er offenbar an: Vergangenes Mal ließ er sich bei einer Atemschutzübung retten. Damals war ihm deutlich wärmer.


Bericht und Foto von Bastian Ludwig/HNA.
Mit freundlicher Genehmigung der HNA-Online


 

Arbeiter-Samariter-Bund Münden feierte 25 Jahre ASB-Haus im Kattenbühl (08.08.09)
Von Petra Siebert


HANN.MÜNDEN.
"Es wurde hier viel Zeit und Kraft vom Ehrenamt in das Haus gesteckt, weil zu wenig finanzielle Mittel zur Verfügung standen". Das erklärte Erich John, Geschäftsführer des Kreisverbands Göttingen-Land, in seiner Eröffnungsrede zur Feierstunde anlässlich des Jubiläums 25 Jahre ASB-Haus im Kattenbühl 12.


Früher Investitionsruine
John gab einen kurzen Rückblick auf die 25 Jahre und stellte fest, dass sich Bewohner nun heimisch und wohl fühlen. "Im Haus gegenüber habe ich meine Kindheit verbracht", erzählte Helga Wurbs, die stellvertretende Bundesvorsitzende des ASB. "Damals hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich einmal hier stehen und in dieser Funktion zum Jubiläum sprechen werde". Sie betonte, dass der ASB Göttingen-Land stolz auf seine Leistung, sein Engagement und seine Ideen sein könne. Ähnlich äußerte sich auch Hans-Dieter Wallborn, der Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes. "Als ich vor Jahren vor dem Gebäude gestanden habe, dachte ich, was haben die sich für eine Investitionsruine gekauft". Doch was der ASB Münden dort geschaffen habe sei super. Auch Bürgermeister Klaus Burhenne sprach dem ASB mit seiner Geschäftsführung und den Mitarbeitern Anerkennung für vielfältiges Wirken aus. "Die Arbeit die sie leisten, ist von unverzichtbarer Wichtigkeit", sagte er. "Die Menschen in Münden können ruhig schlafen, weil es Euch gibt". So ein Verband könne auch nur bestehen, wenn alle dahinter stehen und viel Ehrenamt geleistet würde.


"Helfen ist unsere Aufgabe." ASB-Leitsatz

Den ASB-Leitsatz "Helfen ist unsere Aufgabe" stellte der Landtagsabgeordnete Ronald Schminke in seiner Rede in den Vordergrund. Er dankte den ASB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für die Arbeit im Dienst am Menschen. "Sie haben mit ihrem Können schon Leben gerettet, kranken und alten Menschen geholfen, obwohl sie in ihrem Beruf wahrlich nicht zu den Spitzenverdienern gehören. Außerdem müssten die Helfer für ihre hoch qualifizierte Tätigkeit mit extremen psychischen Belastungen deutlich mehr verdienen. "Hut ab vor ihrer Leistung", sagte Schminke.

Als wertvollen Kooperationspartner in vielen Bereichen bezeichnete Jörg Wieland, Geschäftsführer des Bauvereins Münden, den ASB Göttingen-Land. "Hier ist eine dienstliche Heimat für uns geworden"; erklärte Martin Hauck vom DRK, das mit einer Rettungswache im ASB-Gebäude untergebracht ist. Man betreibe vieles gemeinsam und mache einen gemeinsamen Job.


Fahrzeuge und Gerätschaften

Bei einem anschließenden Tag der offenen Tür, zu dem sich auch andere Hilfsdienste präsentieren konnten, zeigte der ASB einen Großteil seiner Fahrzeuge und Gerätschaften und stieß auf großes Interesse unter den Besuchern.

 Text aus der Mündener Ausgabe der HNA vom 10.08.09


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Meldungen aus dem Kreisverband

Hann. Münden. [17.08.2011] am Sonntag, dem 29.07.2011 fand auf dem Gelände des ASB Kreisverbands am Kattenbühl 12 in Hann. Münden ein Erste-Hilfe-Tag für Kinder statt.
 
 
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Hann. Münden [17.08.2011] am Donnerstag, dem 25. August 2011, findet in der Tagespflege Lutterberg ab 10.00 Uhr eine Informationsveranstaltung mit dem Thema "Schutz vor Betrügern" statt.
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Hann. Münden [30.06.2011]: Neu! Am Samstag, dem 02.07.2011 um 9.00 Uhr bietet der ASB in Hann. Münden, Kattenbühl 12, einen Erste-Hilfe-Kurs am Hund an.
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Hann. Münden. [11/2010] Spür­na­sen retten Leben: ASB-Ret­tungs­hun­de bestehen Prüfung für den Ernstfall.
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Hann. Münden. ASB Göttingen-Land bietet Ihnen regel­mäßig Lehrgänge in Lebens­rettenden So­fort­maß­nah­men und Erster Hilfe an.
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